Den gewerkschaftlichen und betrieblichen Widerstand gegen die Hartz-Gesetze entwickeln!

Beispiele von betrieblichen IG-Metall Gremien, die Resolutionen gegen die Hartz-Vorschläge beschlossen haben:

Vertrauensleute - Siemens Business Services und Sinitec; Frankfurt/M; Vertrauenskörperleitung (VKL) Daimler-Chrysler, Wörth; Vertrauensleute Daimler-Chrysler, Bremen; VK-Leitung MAN Roland, Offenbach; Vertrauensleute BMW, Regensburg; Vertrauensleute Alstom, Regensburg; Vertrauensleute Jungheinrich, Hamburg; Vertrauensleute BMW, Berlin; Vertrauensleute Festo, Esslingen

 

Auszüge ausAnti-Hartz- Resolutionen:

Opel Bochum, VK-Leitung, 19.11.02:

»Nach vielen Diskussionen mit Belegschaft, Vertrauensleuten, Betriebsräten und innerhalb der VK-Leitung kommen wir zu dem Ergebnis, dass es durch die Umsetzung der Hartz-Vorschläge enorme Angriffe auf unsere schwer erkämpften Arbeitnehmerrechte geben wird. Die sogenannten Personal-Service-Agenturen, die mit Staatsgeldern subventionierten Leiharbeitsfirmen gleichzusetzen sind, werden sich als Menschenhändler entpuppen, die die volle Verfügung über die Arbeitskraft der Menschen bekommen.«

 

IG-Metall Delegiertenversammlung Frankfurt/M, 28.11.02:

»Die Delegiertenversammlung lehnt die in den sogenannten Hartz-Plänen vorgesehenen Maßnahmen und Gesetzesänderungen als ganzes ab. Die Versammlung fordert den Vorstand der IG-Metall auf, die Pläne der Hartz-Kommission abzulehnen und in der Öffentlichkeit gegen diese Pläne Stellung zu beziehen … Wir erwarten vom Vorstand, dass er die Mitglieder zu öffentlichen und betrieblichen Aktionen gegen die Umsetzung der Hartz-Pläne mobilisiert.«

Hat er natürlich nicht - der IG-Metall Vorstand. Unsere kleine Auswahl macht deutlich: es gibt in den Betrieben Widerstand gegen die Hartz-Gesetze. Dieser Widerstand ist längst nicht ausreichend, um die Gewerkschaftsführungen massiv unter Druck zu setzen. Man spekuliert von interessierter Seite her natürlich mit der bisher üblichen Spaltung zwischen denen, die es direkt betrifft und denen, die es erst in Zukunft betreffen könnte. Aus diesem Grund ist die Aufklärung und Informierung der Kolleginnen und Kollegen, die (noch) einen Arbeitsplatz haben, von allergrösster Bedeutung. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sich in den Betrieben ein ernstzunehmender Widerstand entwickelt, der von keiner Gewerkschaftsführung einfach zur Seite geschoben werden kann. Die Einheit in der Aktion, im Protest zwischen Erwerbslosen und denen, die einen Arbeitsplatz haben, muß - soweit es unter den heutigen Bedingungen möglich ist - hergestellt werden. Als kleines Beispiel für eine solche Aktion kann die nebenstehende Korrespondenz betrachtet werden.

Die KPD fordert deshalb dazu auf, in den Anti-Hartz-Bündnissen dafür zu werben, vor die Tore von Firmen zu gehen, die Belegschaften aufzuklären, phantasievolle Aktionen zu organisieren, die es ermöglichen, mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Die KPD fordert ihre Freunde und Unterstützer dazu auf, an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz, gleichgültig ob Betrieb, Schule oder Uni, über Hartz & Co. zu informieren, nach Möglichkeit Resolutionen zu verabschieden, dafür zu werben, sich an den Aktionstagen des bundesweiten Anti-Hartz-Bündnis zu beteiligen.

 

Beispiele von örtlichen IG-Metall Gremien, die Resolutionen gegen die Hartz-Vorschläge beschlossen haben:

IG-Metall Delegiertenversammlung Schweinfurt; IG-Metall Delegiertenversammlung Dortmund; IG-Metall Delegiertenversammlung Frankfurt/M.


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