Hartz in der Praxis
»Wir müssen darüber nachdenken, wie es uns gelingt, weniger Arbeitslosengeld zu zahlen«, so Hans-Peter Griesheimer, Direktor des Arbeitsamtes in Frankfurt/Main. »Ganz gezielt« soll »Arbeitsbereitschaft überprüft« und »Druck gemacht« werden, so Griesheimer. (FR 10.1.)
Schließlich hat der Bund angekündigt, im laufenden Jahr keine Zuzahlungen an die Bundesanstalt für Arbeit zu leisten. Wer außer den Arbeitslosen sollte das ausbaden? Daß das Arbeitsamt Frankfurt derzeit nur 7.000 offene Stellen anbieten kann, interessiert dabei nicht. Irgendwie wird man schon in genügend Fällen »mangelnde Arbeitsbereitschaft« konstruieren können, um Gelder zu streichen.
Für Weiterbildung und Qualifikation stehen 2003 in Frankfurt 11 Millionen Euro weniger zur Verfügung als 2002. »Möglicherweise werden sich die Arbeitslosen an den Kosten für die Weiterbildung sogar bald selbst beteiligen müssen.« (FR) Sozusagen als Ausgleich dafür, daß weniger Arbeitslosengeld bezahlt wird. |