Aktionen gegen Hartz

Die Vorgeschichte

Am 6. und 7. Februar 2003 fanden die ersten Tarifverhandlungen zur Leiharbeit zwischen einer »DGB-Tarifkommission« (Verhandlungsführer ist Reinhard Dombre vom Bundesvorstand des DGB) und dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) an einem geheim gehaltenen Ort im Frankfurter Raum statt. (Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Herren sich in Niedernhausen bei Wiesbaden getroffen hatten).

Nach einer Aktion des »Rhein-Main Bündnis gegen die Umsetzung der Hartzpläne« in den Räumen der Frankfurter Zeitarbeitsfirma »jobs in time« - Besitzer ist Jürgen Uhlemann, Verhandlungsführer des Bundesverbandes Zeitarbeit - (siehe auch Artikel »Aktionen gegen Hartz«), wurden diese Verhandlungen unterbrochen. Man fühlte sich erheblich gestört. DGB-Chef Sommer sprach sogar von »Anarchos«.

Fortgesetzt wurden sie dann am 18. Februar. Am 20. Februar schliesslich einigten sich DGB und BZA auf erste Eckpunkte eines künftigen Tarifvertrags, der bis zum 31.Mai 2003 komplettiert werden soll.

Der DGB verhandelte nicht allein mit dem BZA, der nach eigenen Aussagen ca. 200 Zeitarbeitsfirmen mit rund 100000 Leiharbeitern vertritt, sondern auch mit der Interessengemeinschaft Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IgZ). Die Zahl der von der IgZ vertretenen Leiharbeitern liegt unter der der BZA. Beide Verbände bilden bisher keine Tarifgemeinschaft. Nach dem Tarifvertrag mit dem BZA kann man davon ausgehen, dass mit der IgZ in ähnlicher Weise weiter verhandelt wird.


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