Aktionen gegen die Verhandlungen zur Leiharbeit

Frankfurt/M

Aus der Presseerklärung des Rhein-Main Bündnisses:

»… etwa 25 Personen, Erwerbslose sowie gewerkschaftlich organisierte Kolleginnen und Kollegen - mit Flugblättern zum Thema sowie Transparenten ausgestattet - besuchten am 6.02. überraschend und unangemeldet die Frankfurter Zeitarbeitsfirma »jobs in time« von Jürgen Uhlemann, dem Verhandlungsführer des Bundesverbandes Zeitarbeit.

Sprecher des Bündnisses forderten die Bekanntgabe des Ortes der Verhandlungen ein - erfolglos. Die Beschäftigten der Firma Uhlemann wussten es nicht oder wollten es trotz des Drucks, der durch die Aktion des Rhein-Main Bündnisses ausgeübt wurde, nicht preisgeben.

Als nächster »Ansprechpartner« auf der Suche nach dem geheimgehaltenen Verhandlungsort wurde die IG Metall-Zentrale in der Lyonerstr. In Ffm-Niederrad aufgesucht. Nach kurzen Plänkeleien an der Eingangstür - man wollte zunächst nur einer kleinen Delegation Einlass gewähren - wurden alle DemonstrantInnen eingelassen. Auch hier forderten Sprecher des Bündnis die Bekanntgabe des Ortes der Verhandlungen - erfolglos. IG Metall Vertreter antworteten, der Ort sei bewusst nicht bekannt gegeben worden, weil man - fernab von Presse und Fernsehen - in Ruhe »die Kuh vom Eis holen wolle«. Daraufhin kam es zu einer längeren konträren Diskussion mit den Gewerkschaftsvertretern über den Sinn der Tarifverhandlungen mit der Leiharbeitsbranche, in deren Verlauf erwartungsgemäß keinerlei Übereinstimmungen deutlich wurden.

Das Bündnis übergab den Vertretern der IG Metall schliesslich seine Forderungen und beendete diese Aktion …«

(Michael Köster für das »Rhein-Main Bündnis gegen die Umsetzung der Hartzpläne«)

Berlin

(Korrespondenz) - Am Dienstag, dem 18.02.03, empfingen 25 DemonstrantInnen, darunter der Bundeserwerbslosenausschuß von ver.di, die nicht vorhandene PSA/Leiharbeit-Verhandlungskommission der Gewerkschaften. Nach etwa 35 Minuten trat der DGB-Vorsitzende Sommer vor die Kundgebung. Er teilte offiziell mit, dass die Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite kurzfristig den Vorschlag gemacht hätten, den Ort zu wechseln, weil beim letzten Mal in Frankfurt/M »Anarchos« diese durch Besetzung einer Leiharbeitsfirma gestört hätten. Der DGB habe dem zugestimmt, »weil er verhandeln wolle«.

Kommmentar: was müssen doch diese Herrschaften Angst vor Arbeitslosen und Gewerkschaftsmitgliedern haben!


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