Idee der »Ich-AG« treibt seltsame Blüten
Die »Ich-AG« aus dem Hartz-Konzept soll auch in Berlin umgesetzt werden. Der Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat vorgeschlagen, seine Busfahrer zu rollenden »Ich-AGs« zu machen. Das ist der erste Vorstoß eines kommunalen Verkehrsunternehmens in diese Richtung - die BVG ist mit 14 000 Mitarbeitern der Branchenriese. Die Busfahrer sollen dem Unternehmen seine Busse abkaufen, um dann wiederum im Auftrag der BVG auf eigene Rechnung zu fahren. Kostenpunkt für einen Doppeldecker wären schlappe 400 000 Euro. Unterhaltskosten und Konzessionen kommen für die »Ich-AG« noch hinzu. Und nicht zu vergessen die Maßgabe, dass die Preise für Fahrkarten bei öffentlichen Bussen festgelegt sind - und die Strecken auch.
Nicht, daß der BVG-Chef ein verkappter »Spaßguerilla« ist, der seine Anarchospiele hier ausprobieren will - Herr Andreas Achim von Arnim hat seine Ausbildung an der Europäischen Wirtschaftshochschule getätigt und Berufserfahrung bei McKinsey - er ist ein begeisterter Anhänger des Hartz-Konzeptes und will es in der Praxis umsetzen. Schauen wir mal was draus wird.
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