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ROTER MORGEN online 2, 2008
Lübeck
Kein Platz für Neonazis!22.04.2008
In Lübeck haben am 29. März rund 2500 Menschen gegen den Aufmarsch von Nazis demonstriert und deutlich gemacht, dass in der Stadt kein Platz für faschistische Aufmärsche und Propaganda sein darf. Weit über 1000 Menschen nahmen anschließend an den Versuchen teil, auf die Marschstrecke der Nazis zu gelangen, um sie zu blockieren.
Wie in vielen anderen Städten, z.B. in Frankfurt/Main, auch, konnten die rund 300 angereisten Faschisten ihren Aufmarsch nur unter dem Schutz der Polizei durchführen. Die Polizei riegelte einen ganzen Stadtteil komplett ab. Sie ließ die Nazis marschieren und sah tatenlos zu, wie sie sich vermummten und die Hand zum Hitlergruß reckten.
Gegen die Antifaschisten blieb die Polizei dagegen nicht tatenlos. Sie attackierte sie mit Pfefferspray und nahm zahlreiche Antifaschisten fest. Immer wieder kommt es, vor allem von Polizisten aus Berlin, die nach Lübeck beordert worden waren, zu brutalen Übergriffen. Demonstrationsbeobachter der Humanistischen Union, wie die Landtagsabgeordnete Birk, berichten: „ Sie beobachtet, wie vier Polizisten eine junge Frau... an den Haaren, Armen und Beinen fünfzig Meter ziehen und brutal in ein abgedunkeltes Polizeiauto werfen. Als Birk sich als...Landtagsabgeordnete vorstellt und darum bittet. miteinsteigen zu dürfen, wird sie vom Polizeibeamten mit Beschimpfungen rüde zurückgestoßen.“
Festgenommene Demonstrantinnen wurden gezwungen, sich auszuziehen, trotz niedriger Temperaturen und zum Teil vor Polizisten anderen Geschlechts. Es ist besonders empörend, dass darunter auch Kinder waren.
© Verlag Roter Morgen, Postfach 900 753, 60447 Frankfurt/M.
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