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Ostermärsche 2008

Deutsche Truppen raus aus Afghanistan!
Hände weg vom Iran!
Schluss mit dem Krieg im Irak!

22.04.2008

In über 90 Städten und Gemeinden haben tausende von Menschen über Ostern gegen den Krieg und für den Frieden demonstriert. Die größte Veranstaltung hat in Fretzdorf stattgefunden. Dort protestierten über 5000 Menschen gegen die Wiederinbetriebnahme des Bombodroms in der Kyritzer Heide. Die KPD hatte mit einem Flugblatt zu den Ostermärschen mobilisiert, welches auch auf den Demonstrationen verteilt wurde. Wir veröffentlichen auf dieser Seite Berichte aus einigen Städten.

Frankfurt/Main

(Korrespondenz) Einer der größten Ostermärsche hat in Frankfurt am Main stattgefunden. Rund 2000 Menschen versammelten sich zur Abschlusskundgebung auf dem Römerberg. Sie waren in mehreren Demonstrationszügen zum Ort der Abschlusskundgebung gezogen. Die Ostermarschierer in Frankfurt forderten den unverzügliche Abzug aller deutschen Truppen aus Afghanistan und allen anderen Ländern, in denen sie sich befinden. Zu einem Eklat kam es allerdings, als der Grüne Strengmann-Kuhn in seiner Rede den Bundeswehreinsatz in Afghanistan verteidigte. Unter Buh-Rufen und Pfiffen muss er seine Rede abbrechen.
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Gut so! Fünf Jahre nach Beginn des Aggressionskriegs des USA-Imperialismus gegen den Irak forderten die Demonstranten, das sofortige Ende der Bestazung und den Abzug aller ausländischen Truppen. Außerdem forderten sie die Einstellung jeglicher Hilfe der Bundesregierung für den Krieg im Irak. „Hände weg vom Iran!“ war eine weitere Forderung, die man auf verschiedenen Transparenten lesen konnte. Die Freunde und Genossen der KPD hatten sich im Stadtteil Bockenheim versammelt. Vor Beginn der Demonstration sang dort der bekannte Frankfurter Sänger Ernst Schwarz vor Den Demonstranten Antikriegslieder. Besonders erfreulich war, dass sich in Bockenheim auch zahlreiche Palästinenser eingefunden hatten. Sie folgten einem Aufruf der palästinensischen Gemeinde und prangerten die Verbrechen des zionistischen Israel gegen die Palästinenser an.


Dortmund
Auch in diesem Jahr endete der Ostermarsch Ruhr traditionell am Ostermontag in Dortmund. Rund 400 Teilnehmer hatten sich zur Abschlusskundgebung versammelt. Wie in den anderen Städten wurde auch in Dortmund der sofortige Abzug aller Truppen aus Afghanistan gefordert. In Dortmund-Dorstfeld wollten Neonazis eine Kundgebung stören, wurden aber in ihre Schranken gewiesen. Ca. 15 Neonazis versuchten dort gleichzeitig, mit einem Transparent “keine Atomwaffen für Israel” zu provozieren.
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Die Polizei verhinderte, dass die Neonazis von den OstermarschiererInnen vertrieben werden konnten. Schon am Karfreitag hatten sich in der Dortmunder Bittermark rund 600 Menschen versammelt. Sie erinnerten in einer Gedenkkundgebung an die rund 300 von den Nazis in den letzten Kriegstagen ermordeten Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer. Auch in Dortmund beteiligigten sich die Freund und Genossen der KPD am Ostermarsch und verteilten den Aufruf der Partei.

Kiel
• (Korrespondenz, gekürzt) Am Sonnabend, 22. März, fand in Kiel unter dem Motto „Auslandseinsätze beenden! – Dem Frieden eine Chance!" der diesjährige Ostermarsch statt.
Die Friedensaktion war gut vorbereitet, leider fanden sich um 11 Uhr nur 170 Teilnehmer/innen auf dem Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt ein. Es sprachen Christian Koberg, stellv. (Bezirksvorsitzender von Ver.di SH), Bernd Meimberg (ZAA-S-H), Pastor Volker Bethge (Lübeck) und Benno Stahn vom Kieler Friedensforum. Für Stimmung durch Musik und Gesang sorgten das „Duo Eric & Anders – Folk für den Frieden“ und die Gruppe „Colibri“, die auch das „Solidaritätslied“ und „Die Matrosen von Kronstadt und Kiel“ vortrugen, was viele der Anwesenden zum Mitsingen animierte.
Die Reden selbst waren wie üblich informativ, aber nicht auf den Punkt gebracht. Das allherrschende Monopolkapital wurde nicht als Ursache für Ausbeutung, Unterdrückung und Kriege in dieser Welt benannt!
Eine der informativen Reden hielt Bernd Meimberg vom ZAA der Schleswig-Holsteinischen Friedensbewegung.
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Nachdem wir über eine Stunde mit vielen Fahnen und Transparenten durch die belebte Kieler Innenstadt gezogen sind, endete der diesjährige Kieler Ostermarsch um 14 Uhr mit einer Abschlusskundgebung am Ausgangspunkt.
ag/kb

Hamburg
Auch in Hamburg gab es am Ostermontag, 50 Jahre nach den ersten deutschen Ostermärschen, wieder eine zweistündige Aktion mit Kundgebungen und einem Marsch von der Friedenskirche in Altona bis zum Großneumarkt, wo ein Friedensfest stattfand. Dort gab es politische und kulturelle Stände und fürs leibliche Wohl war auch gesorgt.
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„Kriege beenden! Abrüstung statt Sozialabbau! Für eine Friedensstadt Hamburg!" war das diesjährige Leitthema. Dem Aufruf des „Hamburger Forums für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.“ folgten bei echtem Hamburger „Schietwedder“ rund 1000 Teilnehmer/innen und hörten sich die Reden von Tobias Pflüger (GUE/NGL-Fraktion), Rolf Becker (Schauspieler) und Sönke Wandschneider (Pastor i.R.) an. Themen waren u. a. die Lage im Irak, Afghanistan dem Nahen Osten, Kurdistan, Kosova und Tibet.
-kb (Quelle ArbeitZukunft, gekürzt)
| Roter Morgen 2/2008
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