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Pressemitteilung

Opel Bochum
Solidarität mit den gekündigten Leiharbeitern bei Opel

14.07.2008

Am Mittwoch, den 18. Juni, wurden 8 Leiharbeiter, die über Leiharbeitsfirmen Adecco und Wico bei der Fremdfirma SCB bei Opel beschäftigt waren, fristlos gekündigt weil sie sich beim Betriebsrat informiert hatten. Ebenfalls gekündigt wurde ein Kollege, der zur selben Zeit krank war. Offenbar sollen Kollegen für die Wahrnehmung ihrer Rechte und ihr Eintreten für höhere Löhne abgestraft werden. Das ist nicht hinnehmbar!

Dazu haben sie nach Betriebsverfassungsgesetz das Recht. Es geht darum, dass sie für die gleiche Arbeit wie bei Opel direkt Eingestellte mit 7,20 bis 7,60 Euro Stundenlohn nur etwa halb so viel bekommen wie ihre Kollegen neben ihnen. Monatelang wurden sie hingehalten. Kollegen der Stammbelegschaft solidarisierten sich mit der Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Die fristlose Kündigung zeigt die besondere Rechtlosigkeit der Leiharbeiter.

Zur Entwicklung von Solidarität, Öffentlichkeitsarbeit, Unterschriftensammlung und Sammlung von Spenden zur Finanzierung von möglichen Gerichtsverfahren - aber auch zur Unterstützung des Lebensunterhaltes in Notfällen wurde ein überparteilicher Solidaritätskreis gegründet. Jeder, der gegen die fristlosen Kündigungen etwas tun will, ist herzlich willkommen.

(...)
Spendenkonto: Solidaritätskreis Opel, Konto 7416340, BLZ 43050001, Sparkasse Bochum

Für Rückfragen an den Solidaritätskreis: 02327/309858 (Gisela Stein-Gallach), E-Mail: soli-leiharbeiter@gmx.de

Die Kollegin Annnegret Gärtner-Leymann, Betriebsrätin bei Opel, ist unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0234/98963547.


| Roter Morgen 3/2008
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