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Hungerstreik in Guantánamo

01.05.2007

Wie die New York Times meldete, befinden sich 13 Gefangene in Guantanámo im Hungerstreik und werden zwangsernährt. (vgl. FR 10.4.) Die Aktion soll sich vor allem gegen die Unterbringung von inzwischen 160 Gefangenen in einem Hochsicherheitstrakt richten. In diesem „Camp 6“ müssen die Gefangenen 22 Stunden täglich in einer fensterlosen Einzelzelle verbringen, in der rund um die Uhr das Licht brennt. „Wir haben keine Rechte hier, selbst als das Oberste (US-) Gericht sagte, wir hätten Rechte“, sagte ein Gefangener. (vgl. FR)
Mittlerweile wurde bekannt, unter welchen Bedingungen der US-Staat den australischen Staatsangehörigen David Hicks, dem mit lebenslanger Haft gedroht worden war, freigelassen hat. Hicks musste sich verpflichten, mindestens ein Jahr lang nicht mit Medien über seine Gefangenschaft in Guantanámo und über die Hintergründe seiner Gefangennahme zu sprechen. Ausserdem musste er erklären, dass er in US-Gewahrsam „niemals unrechtmäßig behandelt“ worden sei. (FAZ 2.4.) Das bedarf keines Kommentars.

| Roter Morgen 2/2007
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