RM-Spezial: Attac & Tobin-Steuer

Was ist attac?

Nach dem Gipfel von Genua schoß Attac in Deutschland wie ein Pilz aus dem Boden. Innerhalb weniger Monate verzehnfachte sich die Mitgliederzahl auf rd. 4000; die Zahl der Gruppen nahm auf 70 zu. Attac kommt nicht von Attacke, sondern ist die Abkürzung von „Association pour une Taxation des Transaction financieres pour l'Aide aux Citoyens“, auf Deutsch „Vereinigung für eine Besteuerung der Finanztransaktionen im Interesse der Bürger“.
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Wie steht die KPD zu Attac?

Die KPD sieht, daß Attac gegenwärtig zu einem gewissen Anziehungspunkt kritischer Menschen geworden ist. Das kann im Einzelfall zu einer Beteiligung an und Unterstützung von Aktionen führen, die sich gegen das Finanzkapital richten. Die KPD kann aber wegen der pro-imperialistischen Grundlage von Attac nicht für eine Mitgliedschaft oder finanzielle Unterstützung von Attac werben.
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Tobin Tax – relativ wirkungslos

Für James Tobin ist die Devisenumsatzsteuer nur die zweitbeste Lösung. Die erstbeste Lösung sieht er darin, einheitliche Währungsräume zu schaffen, am besten über eine gemeinsame Währung. In einer Währungsunion gibt es das Problem schwankender Wechselkurse nicht.
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Tobin-Steuer: Stärkung Europas gegen die USA

Wie ist die Tobin-Steuer zu beurteilen? Sehen wir uns zunächst an, wer sie unterstützt und wer sie ablehnt. Die Forderung nach der Tobin-Steuer hat durch die Massendemonstrationen in Genua erheblichen Aufwind erhalten.
Der französische Ministerpräsident Jospin hat sich nach den Protesten offen dafür ausgesprochen. Das unter starkem französischen Einfluß stehende Belgien tritt für die Tobin-Steuer ein.
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Deutsches Finanzkapital gegen Tobin Tax. Warum?

Wenn die Tobin-Steuer objektiv vor allem dem deutschen und französischen Imperialismus nutzen würde, warum sprechen sich das deutsche Finanzkapital und seine politischen Repräsentanten dann gegen sie aus?
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KPD für Tobin-Steuer?

Die KPD kann sich trotz aller Einwände nicht gegen eine Besteuerung von Devisengeschäften aussprechen. Eine Devisenumsatzsteuer ist letztlich eine Steuer auf die Kursgewinne, die mit Devisengeschäften erzielt werden. Die Arbeiterklasse hat nicht den geringsten Grund, eine Steuer abzulehnen, die das Kapital trifft. Die Devisenumsatzsteuer steht auf derselben Ebene wie eine Börsenumsatzsteuer. Daß diese Steuer mit dem Kapital grundsätzlich vereinbar ist, ist kein Grund, sich gegen sie auszusprechen.
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KPD - Kommunistische Partei Deutschlands Links

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